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Das Wohnheim ist für die meisten der Beginn für die berufliche und gesellschaftliche Wiedereingliederung. Es bietet mit seinem beschützenden und stützenden Rahmen die Geborgenheit, sich wieder psychisch stabilisieren zu können. Gleichzeitig werden im Wohnheim alle zu einer späteren Selbständigkeit notwendigen Fähigkeiten vermittelt. Dies erfolgt schrittweise und unter fachlicher Anleitung. Hierzu zählen unter anderem lebenspraktische Fertigkeiten im hauswirtschaftlichen Bereich, ein angemessener Umgang mit Medikamenten und die Erarbeitung einer beruflichen Perspektive.

Berufliche Rehabilitation
Am Beginn steht die Arbeit in der hausinternen Beschäftigungstherapie. Hier werden die handwerklichen und motorischen Fähigkeiten der Rehabilitanden geschult und gleichzeitig dosiert die individuelle Belastbarkeit und Ausdauer gesteigert. Langfristiges Ziel der beruflichen Rehabilitation ist eine Beschäftigung außer Haus.
Die sozialversicherte Beschäftigung in einer der vielen Abteilungen der beschützenden Werkstatt in Schwandorf stellt nur eine von vielen Möglichkeiten dar. Weitere mögliche Ziele sind z.B. Berufsfindungs- und Förderlehrgänge, mittlere oder höhere Schulabschlüsse, das Erreichen eines beruflichen Abschlusses und eine Beschäftigung auf dem freien Arbeits-
markt.

 

Wohnheim
Regensburger Str. 12
92421 Schwandorf
Telefon 09431/75883-0

 

Psychologischer Fachdienst
Flankiert werden diese Maßnahmen vom Erlernen sozialer Fähig-
keiten in der Gruppe, die eine soziale Wiedereingliederung der Be-
wohner/innen voranbringt. Darüber hinaus stärkt der psycholo-
gische Fachdienst die persönlichen Kompetenzen und trägt ins-
besondere zur Krankheitsaufklärung und -verarbeitung bei.
Bei der sinnvollen Gestaltung ihrer Freizeit werden die Bewoh-
ner/innen von Fachpersonal gefördert und unterstützt. Neben Wanderungen und Fahrradausflügen ermöglichen 2 Kleinbusse auch Ausflüge in die Umgebung von Schwandorf. Einmal im Jahr werden von den einzelnen Wohngruppen größere Urlaubsfahrten z.B. an den Bodensee und nach Oberbayern, unternommen. Auch Kroatien, Ungarn, Spanien und Tschechien waren bereits Ziele gemeinsamer Urlaubsfahrten.

Leiter Manfred Feil (links) und seine Mitarbeiter stellen sich auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner ein

Der Erfolg der Konzeption des Wohnheims und seiner Außenwohngrup-pen lässt sich daran ablesen, dass zahlreiche Bewohner/innen in geringer betreute Wohnformen wechseln konnten oder inzwischen völlig selbständig wohnen. Die Rehabilitationsfähigkeit selbst langjährig psychisch kranker Menschen erwies sich in vielen Fällen als so groß, dass sich das Wohnheim teilweise zu einer Wiedereingliederungs-einrichtung gewandelt hat. So lebt ein Teil der Bewohner schon länger im Haus, während andere bereits den Wechsel in Außenwohn-gruppen oder das Betreute Einzelwohnen geschafft haben. Der ursprünglichen Konzeption des Hauses als Langzeiteinrichtung verdanken wir jedoch die Möglichkeit, alle Rehabilitationsmaßnahmen langfristig planen und durchführen zu können und somit einen kontraproduktiven Druck auf die Bewohner/innen zu vermeiden.