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Hilfen für Demenzkranke

Seniorenzentrum der Diakonie g GmbH
Bühler Höhe
Bühlgasse 5
92237 Sulzbach-Rosenberg
Telefon 09661/8131-11
Fax 09661/8131-21

 

Bühler Höhe

Fähigkeiten erhalten
Seniorenzentrum Bühler Höhe hat neue Fördergruppe für Demenzkranke

Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht. Ja, Rosa Ludwig erinnert sich, dass sie heute Vormittag die lustige Geschichte von Max und Moritz gehört hat. Aber die Einzelheiten verschwimmen, denn sie leidet unter Demenz. Damit die Krankheit nicht so schnell voranschreitet, nimmt sie an der neuen Betreuungsgruppe teil.
Seit September 2009 hat das Seniorenzentrum Bühler Höhe der Diakonie eine spezielle Fördergruppe für Demenzkranke. Petra Voithenberger, gerontopsychiatrische Fachkraft hat sich im Vorfeld gut darauf vorbereitet. Sie hat ähnliche Gruppen besucht, hat ein Konzept erarbeitet und dann den Gruppenraum eingerichtet: die „Wohnkuchl“. Wenn man sich umschaut sieht man ein altes Transistorenradio, eine alte Uhr mit einem Pendel und auch eine Milchkanne, mit der die frische Milch geholt wurde. „Viele fühlen sich so an früher erinnert und dadurch wohl“, sagt Voithenberger.
Zehn Bewohner treffen sich hier morgens um 8 Uhr und beginnen mit gemeinsamem Frühstück. Anschließend wird abgespült, jeder hilft mit, soweit er kann. Denn das ist Programm: Durch aktive Teilnahme sollen die Alltagsfähigkeiten und die Beweglichkeit erhalten bleiben. Ab 9.30 Uhr beginnt das Tagesprogramm. Passend zum September gibt es heute Bauernregeln und es werden Lieder gesungen. „Es soll Spaß machen, denn das tut der Seele gut“, weiß Voithenberger.
Dann hat sie einen bunten Karton mitgebracht, der alle interessiert. Zum Tagesthema „Schlaf“ packt sie aus, was man am Bett hat: Ein Taschentuch, einen Wecker, eine Taschenlampe und andere Dinge. Jeder darf die Sachen ausprobieren. Kleine Reize, die die Gruppenmitglieder aktivieren. In der kleinen Gruppe bleibt auch Zeit, auf jeden idividuell einzugehen. Das ist auch beim abschließenden gemeinsamen Mittagessen möglich. Wer kann isst selbständig, wer Hilfe braucht wird unterstützt.
Nach den ersten Tagen fühlen sich manche in der Gruppe schon sichtlich wohl. Andere brauchen noch einige Zeit. Ihr schwindendes Gedächtnis erlaubt nur schwer, bleibende Erinnerungen festzuhalten und so mit dem Neuen vertraut zu werden. Auch Rosa Ludwig lebt manche Augenblicke in ihrer eigenen Welt. Als sie aber an Max und Moritz erinnert wird, lächelt sie.