Gedächtnistraining in der „Guten Stube“
Umbauarbeiten für Dementengruppe abgeschlossen – Neue Mitarbeiterin leitet
Gruppe
Sulzbach-Rosenberg. Seit Anfang Mai können sich die Mitglieder der Dementen-Betreuungsgruppe im Dr.-Stephan-Kastenbauer-Haus richtig wohlfühlen: Ihre „Gute Stube“, in der sie vormittags aktiviert werden, ist fertig. Sie werden jetzt von einer erfahrenen Gerontofachkraft betreut.
Im vergangenem Jahr hatte die Diakonie in ihrem Seniorenzentrum die Betreuungsgruppe für Demenzkranke eingerichtet. Gleichzeitig begann sie mit einem Umbau, um der Betreuungsgruppe ein neues „Zuhause“ innerhalb des Hauses zu bieten. Damit sich die Senioren richtig wohl fühlen, wurde ihre „Gute Stube“ mit Möbeln aus den 20er und 30er Jahren eingerichtet: Ein altes Büfett wurde vom Werkhof restauriert, dazu ein Radio aus den Anfangsjahren und Schwarz-Weiß-Bilder an der Wand, die ganz im Stile der Kindheit der Bewohner gehalten sind. „Demenzkranke behalten am längsten die Erinnerungen aus der Kindheit und Jugend“ weiß Heimleiterin Marina Flierl. Seit es die Gruppe gibt, sind nach ihrer Beobachtung manche Senioren wieder aufgeblüht. Über Kindheitserinnerungen kann man Senioren auch bei nachlassendem Gedächtnis am besten aktivieren.

Wohlfühlen mit Möbel aus den 30er Jahren: Gerontofachkraft Christa Pulsfuß (Mitte) mit Maria Hasler und Maria Weber von der Dementenbetreuungsgruppe in der neu eingerichteten „Guten Stube“. Foto: Diakonisches Werk
Das macht seit Anfang Mai die neue Gerontofachkraft Christa Pulsfuß. Sie singt mit ihnen Lieder aus der Jugendzeit, macht mit ihnen Bewegungsspiele und Gedächtnistraining. Oder sie bringt einfach mal eine alte Kaffeemühle mit und animiert die Senioren, dazu Erinnerungen von früher zu berichten. „Die Leute machen ganz gut mit“, sind Pulsfuß’ Erfahrungen ihrer ersten Wochen. Da sie früher schon einige Jahre im Dr.-Stephan-Kastenbauer-Haus gearbeitet hat, kennen sie manche noch von früher. Auch wenn die Gruppe inzwischen auf elf Bewohner angewachsen ist, achtet Pulsfuß auf eine individuelle Betreuung. „Was mag jeder einzelne und was kann jeder noch“, ist für sie die Leitschnur. Und sie achtet darauf, dass niemand über- oder unterfordert wird. Für die Zukunft plant sie mit den Gruppenteilnehmern zu kochen und einen kleinen Ausflug in die Natur zu unternehmen. „Es ist so schön wahrzunehmen wie die Vögel zwitschern, wie die Blumen riechen und wie sich der Wind anfühlt“, schwärmt sie.
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