08./ 09.10.2011
Historisches Handwerk und mittelalterliche Tänze
Seniorenzentrum der Diakonie feierte bäuerliches Markttreiben
Sulzbach-Rosenberg. Holzspäne fliegen zu Boden. Der Rundhobel gleitet mit sanftem Druck über das Holz. Hans Bär sitzt in der Sonne und arbeitet an einem großen Blumentopf aus Holz. Den wird er ganz von Hand erstellen, so wie er es noch vor dem Krieg das Handwerk des Büttners von seinem Großvater gelernt hat. Rentner Bär gehört zu den vier Handwerkern, die beim bäuerlichen Markttreiben vor dem Seniorenzentrum Bühler Höhe am Samstag und Sonntag traditionelles Handwerk vorgeführt haben.
Drinnen im Saal begeisterte derweil die Mittelalter-Tanzgruppe Laetissime Saltemus mit Tänzen und ihrem Drehleierspieler. Über 100 Bewohner der beiden Diakonie-Seniorenzentren, Gäste, Politiker und Nachbarn wohnten den Vorführungen bei. Neben der musikalischen Umrahmung mit zwei Bands gab‘s einen Auftritt einer Bauchtänzerin zu bestaunen. An beiden Nachmittagen wurden selbsthergestellte Waren angeboten und der Hahnbacher Hofladen verkaufte Waren aus seinem Sortiment.

Bäuerliches Markttreiben vor dem Seniorenzentrum der Diakonie: Pflegedienstleiterin Susanne Hubmann (rechts) und Heimleiterin Liane Breckner (Dritte von rechts) lassen sich zusammen mit Michael Göth, Günter Koller, Helmut Pilhofer und Hans-Jürgen Reitzenstein (v. l. nach r.) von Hans Bär (links) das historische Handwerk des Büttners vorführen.
Neben vielen Gästen war auch die Politik gut vertreten: Sulzbach-Rosenbergs erster und zweiter Bürgermeister Gerd Geismann und Günter Koller freuten sich, dass gerade einmal der Herbst zum Thema gemacht werde und dass dabei an das kulturelle Brauchtum der Handwerker erinnert werde. Die zweitägige Veranstaltung fand dieses Jahr in erweiterter Form das zweite Mal statt, nachdem das herbstliche Markttreiben im vergangenen Jahr bereits so erfolgreich gelaufen war.
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