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Die Beratungsstelle für Migranten/innen
in Sulzbach-Rosenberg steht prinzipiell allen Menschen mit Migrationshintergrund offen.
Unsere Klienten kommen häufig aus den ehemaligen GUS-Staaten oder aus dem arabischen Raum.
Wir arbeiten unabhängig von staatlichen Behörden und unterliegen der Schweigepflicht.
Unsere Beratung ist kostenlos.
Ziel der Beratungsarbeit ist es, Menschen mit Migrationserfahrung
bei der Orientierung und dem langwierigen Integrationsprozess in unsere Gesellschaft zu
unterstützen und zu begleiten. Durch Bildungs- und Begegnungsarbeit arbeiten wir auch
mit der einheimischen Bevölkerung und wollen so die Akzeptanz gegenüber Zuwanderern
erhöhen und Vorurteile abbauen. Integration bedeutet für uns: Unterschiede respektieren
und eine Verständigung von Mehrheitskulturen und Minderheiten zu ermöglichen.
Grundlage
für unser Verständnis von Integration ist das christliche Menschenbild, das einen
gleichberechtigten Umgang aller Menschen miteinander gebietet. Grundsatz unseres
Beratungsangebote ist die Hilfe zur Selbsthilfe.
In Sulzbach-Rosenberg bestanden zunächst zwei Übergangswohnheime
für Spätaussiedlerinnen und eine Unterkunft für Asylbewerber, etwa über einen
Zeitraum von 12 Jahren hinweg. Heute gibt es in unserer Stadt noch ein großes
Übergangswohnheim für Spätaussiedler, in dem etwa 450 Menschen leben. Über 3000
Migranten/innen aus den ehemaligen GUS-Staaten haben in der Stadt ihre neue Heimat
gefunden. Auch Menschen aus dem Irak, Afghanistan oder dem Kosovo bauen sich hier
eine neue Existenz auf.

Migrationsberatung
Pfarrplatz 5
92237 Sulzbach-Rosenberg
Telefon: 09661/87770-0
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Die Integration erfolgt mit
drei Aufgabenschwerpunkten:
Einzelfallhilfe
Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle informieren und geben Hilfestellung:
- Beratung und Information zum Verfahren bei
Leistungsansprüchen, z.B. Hilfe bei der Antragstellung (ALG II, Kindergeld, Erziehungsgeld,
Arbeitslosengeld, Wohngeld, Unterhalt, Rente)
- Bei rechtlichen Fragen (z.B. Aufenthalt,
Bundesvertriebenengesetz)
- Bei Familienzusammenführungen
- Bei Fragen zu Schule, Kindergarten, beruflicher
Weiterbildung
- Informationen zu Integrationskursen, Begleitung
während des Kurses
- Beratung bei persönlichen oder psychischen
Problemen (z.B. Ängsten, Familien- und Partnerschaftsproblemen, Alkohol- oder Drogenproblemen)
- Informationen über das Leben in Deutschland – Rechte und Pflichten
- Versicherungen, Mietverträge, Haustürgeschäfte,
Darlehen und Kredite, Versandhandel
- Beratung für binationale Paare
- Bei Rückkehr ins Heimatland
Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle sind für
alle Fragen offen und zeigen Wege auf. Sie vermitteln bei Konflikten mit Ämtern
und Behörden. Wenn es erforderlich ist, wird Kontakt zu Fachdiensten
aufgenommen (z.B. Erziehungsberatung, Sozialpsychiatrischer Dienst) und die
Hilfesuchenden bei Bedarf dorthin begleitet.
Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
- Begegnungsmöglichkeiten für Einheimische und Migranten/innen schaffen
- Kreative Angebote, Feste organisieren
- Beratung und Fortbildung von Multiplikatoren (z.B. Erzieher/innen,
Lehrer/innen, Mitarbeiter/innen von Fach- und Regeldiensten, Polizei)
- Mitwirkung bei regionalen Veranstaltungen zum Thema Migration
- Pressearbeit
Koordination und Vernetzung
- Zusammenarbeit mit Behörden, Ämtern und Institutionen
- Motivation, Information und Begleitung von ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen
- Zusammenarbeit mit Migrationsdiensten anderer Verbände und mit
Regeldiensten innerhalb und außerhalb unseres Verbandes
- Fachliche Begleitung und Öffnung der Regeldienste für die Gruppe der Migranten/innen
- Mitarbeit im kommunalen Netzwerk für Integration
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